Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Spezial Hier finden Sie besondere Angebote, die über die vorgenannten Programmbereiche hinaus gebündelt und um spezielle Formate ergänzt sind.

EJ0111176 Marlena Zeidler - künstLich unterwegs

(vhs-Haus Lich, ab Sa., 31.07.2021., 19.00 Uhr )

Endlich
ist es so weit! Am 31. Juli findet unser erstes Konzert Open Air in
Lich statt. Wir warten schon ein halbes Jahr darauf, unser Album „Summervibes“ live
spielen zu ko¨nnen und freuen uns auf diese tolle Gelegenheit. Im
weiteren Programm werden wir aber auch Coversongs und Lieder aus unserem
neuen, bis jetzt unvero¨ffentlichten Album spielen. Da wir alle aus
Lich und Umgebung stammen, freut es uns umso mehr, dort spielen zu
ko¨nnen. Also seid gespannt und genießt mit uns einen wundervollen Abend
in Licher Kultu
U¨ber Marlena Zeidler und Band
Marlena
fing mit acht Jahren an Klavier zu spielen und entwickelte immer mehr
ein gro¨ßeres Interesse am Songwriting. Mittlerweile ist sie 16 Jahre
alt und hat eine komplette Band sowie zwei Musikalben auf die Beine
gestellt. Mit dabei sind Simon Mallien (Schlagzeug), Tim Bareuther
(Bass), Matthias Bareuther (Gitarre), Gu¨nter Zeidler (Keyboard), Lara
Bareuther (Gesang) und Marlena Zeidler selbst mit Klavier und Gesang.
Gro¨ßtenteils spielen sie eigene Lieder, aber auch Coversongs du¨rfen in
ihrem Repertoire nicht fehlen. Dabei decken sie einen breitgefa¨cherten
Musikstil von ruhigen Balladen hin zu rockigen Popsongs und einfach nur
leichter gute Laune Musik ab.

Kooperation mit der VHS des Landkreises Gießen
Gefördert vom Kultursommer Mittelhessen und künstLich e.V.

Sommer Musik Welten
Ein jährlicher Höhepunkt, vom Kultur Sommer Mittelhessen gefördert, ist das kleine aber feine Festival „Sommer Musik Welten“. KünstLich e.V. präsentiert zum Sommerausklang im September Ensembles, in deren Musik sich Einflüsse ganz unterschiedlicher Kulturen begegnen.

Die Sommer Musik Welten sind in diesem Jahr von Mittwoch, 15. – Samstag, 18. September 2021 geplant.

Wir freuen uns:
Das Konzert kann unter den vorgegebenen Hygienebestimmungen stattfinden.

Wir haben folgende Bitten an Sie und Dich
* einen Mundschutz mitzubringen und im Raum zu tragen, am Platz kann er abgenommen werden – „Maskenpflicht”
* auf die Abstandsregelung von 1,50m zu achten
* die Hände zu waschen bzw. zu desinfizieren
* das Formular mit Ihren oder deinen Kontaktdaten auszufüllen (wird nach drei Wochen vernichtet)
* den Eingang nicht auch als Ausgang der Veranstaltung zu nutzen und auf die Hinweise dazu zu achten

Wir sorgen dafür, dass
* Desinfektionsmittel vorhanden sind
* Markierungen und Hinweise der Hygienebestimmungen sichtbar sind
* Toiletten immer nur 1 Person pro Geschlecht
* die vorgegebene Anzahl an Personen nicht überschritten wird
* alle informiert werden, im Fall einer Infektion
* wir als Verantwortliche der Veranstaltung vom Hausrecht Gebrauch machen, sollte jemand die Bestimmungen mißachten

Wir bitten Sie und Dich um Ihr und Dein Verständnis.
In Sonntagsreden wird die deutsch-italienische Beziehung gemeinhin als Idylle beschworen. Italophile Deutsche und germanophile Italiener*innen loben dann gerne das, was man einst als "Wahlverwandtschaft" feierte. In Wirklichkeit vernebeln Stereotypen und Vorurteile, Fehlinformation und Fake news, ja zuweilen Hass und Hetze, den Blick.
Italien, seit Jahrhunderten Sehnsuchtsort der Deutschen, leidet an chronischen Krankheiten: Politische Instabilität, monströse Bürokratie, schwaches Wirtschaftswachstum, wachsender Brain drain. Und Deutschland, im Belpaese als das Land des Pflichtbewusstseins und der Systematik, als Lokomotive, die Italien mitzieht, respektiert, schwächelt. Die Corona-Krise legt bloß, was als Defizit schon lange am Fundament von Staat und Wirtschaft sägte: Überregulierung, Reformstau, marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung.
In unserer Veranstaltung wollen wir den Nebel lichten, ein klares Bild schaffen und anhand zweier neuer Publikationen analysieren, ob und wie die Beziehung nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Ulrich Ladurner (tbc), Journalist bei DIE ZEIT, Autor des 2019 erschienenen Buchs "Der Fall Italien". Fabio Colasanti, Ökonom (ehem. Generaldirektor bei der Europäischen Kommission) und Autor des 2021 beim Villa Vigoni Editore Verlag erschienenen Sammelbands "The Value of Money. Controversial Economic Cultures in Europe: Italy and Germany". Das Gespräch zwischen Ulrich Ladurner und Fabio Colasanti wird moderiert von Sabine Seeger-Regling, ehem. Italienkorrespondentin und Beraterin für EU-Fragen.



Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de

F-5110922 DANTE und die deutsche -Welt (und darüber hinaus) - Livestream

(Online-Kurs, ab Fr., 27.08.2021., 18.00 Uhr )

Die Geschichte der Beziehungen zwischen Dante und der deutschen Welt ist weit verflochten: von der kaiserlichen Rezeption der Monarchie bis zu Goethes Urteil, von den römischen Fresken der Nazarener über die irdische Hölle von Thomas Manns Doktor Faustus bis zu den jüngsten Polemiken. In diesem Gespräch, anlässlich des 700. Todestages des berühmten Dichters, behandeln wir die wichtigsten Stationen des "deutschen" Dante und weiten den Fokus dann auf eine Reflexion über das Verhältnis Dante und Europa aus, wie es uns aus seinen politischen Schriften bekannt ist.
Dr. Marco Grimaldi lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Rom ("La Sapienza"). Er hat u.a. das Buch "Dante, nostro contemporaneo: Perché leggere ancora la Commedia" veröffentlicht.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung?
In seinem Buch »Doom« schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen.

Niall Ferguson ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker unserer Zeit. Er war Professor für Geschichte an der Harvard University und lehrte u.a. an der Oxford University, an der Stanford University und der London School of Economics and Political Science. Er gilt als Spezialist für Finanz- und Wirtschafts- und europäische Geschichte. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
"Stadt.Land.Wandel. Wo ist die Zukunft zu Hause?" Unter dieser Fragestellung steht die ARD-Themenwoche vom 7.-13. November 2021.
Wir greifen das Thema auf und untersuchen, wie sich bei uns Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben verändern. In selbstproduzierten Audios erzählen wir von Entwicklungen, die uns Sorgen machen, und von Initiativen, die Hoffnung geben.

Denn unser Land verändert sich: Ganze Wirtschaftszweige brechen weg, junge Menschen suchen andernorts Arbeit. Die Digitalisierung bietet neue Chancen, aber nicht alle haben Anschluss und nicht alle können mithalten. Ballungsräume wuchern, Pendler ziehen aufs Land, wo das Wohnen billiger ist. Die Bevölkerung wird älter, aber auch vielfältiger.

Bei den "Hörpfaden" kann jeder und jede mitmachen, es sind keine Vorkenntnisse nötig. Sie lernen alles im Kurs, außerdem bekommen Sie prominente Unterstützung: Neben dem Kursleiter ist eine Reporterin des Hessischen Rundfunks als Mediencoach dabei und hilft beim Aufnehmen, Texten, Sprechen und Produzieren!

Die fertigen Podcasts werden auf der Klingenden Landkarte (klingende-landkarte.de) publiziert sowie auf der Website der ARD-Themenwoche, themenwoche.ard.de
Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab?
Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten.
Prof. Dr. Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Der technologische Wandel war und ist ein stetiger Begleiter des Menschen. Doch noch nie war der Wandel so rasant, so absolut und so durchdringend wie heute durch die Digitalisierung. Die zunehmende Bedeutung digitaler Dienste und Anwendungen wirft Fragen über deren Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit auf. Gleichzeitig fordert der technische Fortschritt, beispielsweise in Form von Künstlicher Intelligenz oder Quantencomputern, etablierte Methoden der Cybersicherheit immer wieder aufs Neue heraus und Cyberangriffe immer mehr zur Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Claudia Eckert weckt ein Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit, für eine neue Sicherheitskultur, die es zu gestalten gilt. Jeder Einzelne kann hierzu einen Beitrag leisten.

Claudia Eckert forscht und lehrt seit über 20 Jahren im Bereich der IT-Sicherheit. Sie ist geschäftsführende Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in München und Professorin der Technischen Universität München, wo sie den Lehrstuhl für IT-Sicherheit in der Fakultät für Informatik innehat.
Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Entwicklung von Technologien zur Erhöhung der System- und Anwendungssicherheit, die Sicherheit eingebetteter Systeme und die Erforschung neuer Techniken zur Erhöhung der Resilienz und Robustheit von Systemen gegen Angriffe.
Als Mitglied verschiedener nationaler und internationaler industrieller Beiräte und wissenschaftlicher Gremien berät sie Unternehmen, Wirtschaftsverbände sowie die öffentliche Hand in allen Fragen der IT-Sicherheit. In Fachgremien wirkt sie mit an der Gestaltung der technischen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie an der Ausgestaltung von wissenschaftlichen Förderprogrammen auf EU-Ebene.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Große und kleine Bilder malen, gestalten, modellieren, Collagen anfertigen - hier kann alles ausprobiert werden und alle können mit professioneller Unterstützung eigenen Ideen umsetzen.
Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen.
Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik.
Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de

F-5110927 Die Realität des Risikos (Livestream)

(Online-Kurs, ab Mo., 27.09.2021., 19.30 Uhr )

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst. Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck) in einer"Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren. Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper "Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog.
Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein.
Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor "falschen" Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

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Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich. Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.

Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen.

Prof. Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses.
Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft.
Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de

F 5750111 Führung intensiv: Agil und erfolgreich führen

(vhs-Haus Lich, ab Do., 28.10.2021., 17.00 Uhr )

"Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige." (Albert Schweizer)

Professionelle Führung bedeutet, als Führungskraft mit fachlicher Kompetenz und als menschliches Vorbild gleichermaßen zu überzeugen.
In diesem Führungskräftetraining erwerben Sie zentrale Kompetenzen, um diesem verantwortungsvollen Anspruch gerecht zu werden.

Inhalte des Führungskräftetrainings:

WERTE + WANDEL
- der Wertewandel im System und die daraus entstehenden
- Motivationsfaktoren der Mitarbeiter erkennen
- Definition: Führung/Leitung
- Ausarbeitung der sogenannten "MUSS-Kriterien von Führungsidealen"
- Wertmaßstäbe der eigenen Person und die der Mitarbeiter
- Entwicklungspotenziale

KOMMUNIKATION
- Kommunikation als Grundlage effektiver Führung
- die Bedeutung einer wertfreien Kommunikation und die Umsetzung im beruflichen und privatem Umfeld
- Grundlagen einer wirkungsvollen und authentischen Kommunikation
- der Umgang mit Provokativangriffen
- das WDR+SWF-Modell
- Bedeutung der Beziehungsintelligenz

SELBSTREFLEKTION
- Einführung in das persolog®-Persönlichkeits-Modell
- Erläuterung zur Transaktionsanalyse - die drei "Ich-Zustände"
- Herausforderungen an die Führungspersönlichkeit
- Verantwortung und Stellenwert eines Personalverantwortlichen
- Selbstreflektion, Charisma und Diplomatie im täglichen Leben

RESILIENZ
- sich und andere besser verstehen Persönliche Stärken erkennen und zielgerichtet einsetzten
- die Bedeutung des psychologischen und des biologischen Alters
- das eigene Denken besser verstehen - Hinsichtlich eines produktiven- versus non-produktiven Denkens
- unser Motivationstank und wie wir ihn füllen können

Dieses Führungskräftetraining basiert auf der 21-Tage-Lernmethode. Es beginnt mit 3 aufeinanderfolgenden Trainingstagen in Präsenz. Innerhalb von drei Wochen vertiefen wir an 6 weiteren online-Trainings. Nach drei Monaten findet ein letzter Trainingstag in Präsenz statt, um den Praxistransfer zu sichern. Mit dieser intensiven Lernmethode sichern wir Ihren Lernerfolg: Sie werden in der Lage sein, Ihre Führungskompetenz schnell anzuwenden und erreichen ein nachhaltiges Lernergebnis.

Dieses Führungstraining richtet sich sowohl an Führungskräfte wie auch an angehende Führungskräfte.

Manuela Ehmer-Pixner und Oscar Pixner arbeiten als Trainerpaar, um weibliche wie männliche Themen individuell klären zu können.

Manuela Ehmer-Pixner: "In meiner Arbeit als Coach betrachte ich den Menschen in all seinen Facetten, um ganz gezielt mit ihm in die persönliche Entwicklungsphase einsteigen zu können."
Oscar Pixner: "Theorie ist wichtig, Praxis ist entscheidend. Um das geht es in meiner Zusammenarbeit mit Führungskräften."
Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine "Volksgemeinschaft" bedeutet, die andere ausschließt?
Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018).

Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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F-0223451 Holzwerkstatt

(Lich
Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Werkraum A006, ab Sa., 06.11.2021., 10.00 Uhr )

In der Holzwerkstatt erlernen Sie die selbständige Herstellung eines wählbaren Holzgebrauchsgegenstandes. Sie können entweder ein Insektenhotel, eine Blumenbank, einen Hocker, einen Schemel oder ein selbstgewähltes Projekt herstellen. Im Kurs arbeiten Sie unter anderem an der Dekupiersäge, Bohrmaschine, Holzraspel und -feile. Mithilfe der Methode des Fingerzinkens werden die einzelnen Holzbestandteile miteinander verbunden. Sie erlernen somit Techniken, die sich auch Zuhause bei eigenen Projekten umsetzen können. Materialkosten sind in die Kursgebühr einberechnet. Dieser Kurs findet in Kooperation mit der Lebenshilfe Gießen statt.

F-5110933 SZ-Journalist*innen im Gespräch

(Online-Kurs, ab Di., 09.11.2021., 19.30 Uhr )

Zu Gast bei vhs.wissen live sind SZ JournalistInnen die zu aktuellen Themen berichten und mit Ihnen diskutieren.

Thema und Referenten werden ca. 3 Wochen vor Termin bekannt gegeben.

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F-5110934 Srebrenica 1995 - ein europäisches Trauma (Livestream)

(Online-Kurs, ab Mi., 10.11.2021., 19.30 Uhr )

Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmten bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica.
Unter den Augen der Staatengemeinschaft ermordeten sie planmäßig über 8.300 Männer und Jungen.
"Srebrenica" wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik. Wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen? Wer waren die Auftraggeber, was motivierte die Täter? Und welche Lehren hat Deutschland, hat die Welt daraus gezogen?

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

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F-5110935 Adolph Menzels Kunst und Wirklichkeiten (Livestream)

(Online-Kurs, ab Do., 11.11.2021., 19.30 Uhr )

Adolph Menzel gilt als der herausragende Vertreter des deutschen Realismus im 19. Jahrhundert. Unermüdlich zeichnend beobachtete er gleichsam als Chronist einer "vie moderne en Allemagne" Menschliches und Allzumenschliches. 1996/97 verortete ihn die große Berliner Retrospektive daher auch im "Labyrinth der Wirklichkeit".
Aber warum fotografierte der Künstler eigentlich nicht? Menzel, der die lithographische Anstalt des Vaters nach dessen Tod 1832 weiterführte, erwarb zudem 1864 das Photographische Kunst- und Verlagsinstitut Gustav Schauer für seinen Bruder. Nach dessen Tod ein Jahr später unterstützte er auch hier seine Schwägerin in der Fortführung der Geschäfte.
Menzel war also bestens mit den vervielfältigenden und abbildenden Medien der Zeit vertraut, die seinen ökonomischen Erfolg sicherten und zugleich seinen Blick auf die Dinge des Lebens prägten. Dennoch hielt er persönlich an Malerei und Graphik fest. Suchte er vielleicht doch nach symbolischen Ausdrucksmöglichkeiten, die über die bloße Abbildung der Wirklichkeit hinausgingen? Diesen Fragen geht der Vortrag live aus der Neuen Pinakothek mit überraschenden und spannenden Einsichten in die Gemälde der Neuen Pinakothek nach.

Dr. Joachim Kaak ist zweiter stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referent für Malerei und Plastik 1850-1900 in der Neuen Pinakothek.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Neuen Pinakothek statt.

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Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden. Wortschöpfungen wie der homo creator als der schöpferische Mensch, der nachhaltige Mensch, der sich gegen äußere Einflüsse abschottende homo immunis, der homo deus (Harari) als der gottähnlich werdende Mensch, aber auch der auf ein biologisches Wesen reduzierte homo naturalis legen Zeugnis ab von den Verbindungen zwischen Mensch und Technik. Im Vortrag gehe ich diesen Verbindungen nach, beginnend historisch, jedoch mit Schwerpunkt auf gegenwärtigen Herausforderungen menschlicher Selbstverständnisse angesichts von Digitalisierung und Biotechnologie.

Armin Grunwald studierte Physik, Mathematik und Philosophie, wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Folgen technischer Entwicklungen, mit Technikphilosophie sowie nachhaltiger Entwicklung und hat dazu zahlreiche Bücher geschrieben. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hält dort auch eine Professur für Technikethik und Technikphilosophie. Seit 2002 berät er außerdem den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de
Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind. Laura Backes und Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de

F-5110938 Klimawandel und Klimapolitik (Livestream)

(Online-Kurs, ab Do., 02.12.2021., 19.30 Uhr )

Mittlerweile gibt es aufgrund der erdrückenden wissenschaftlichen Evidenz keinen Zweifel mehr: die Ursache des Klimawandels ist der Mensch.
Wir sprechen vom Phänomen des anthropogenen Klimawandels. Noch ist die Zeit zum Handeln da, aber das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht, schließt sich.
Nur ein von der gesamten Staatengemeinschaft getragenes globales Abkommen kann die Erderwärmung aufhalten. Vor allem die politischen Entscheidungsträger müssen erkennen, dass Instrumente wie eine CO2-Bepreisung oder ein Emissionshandel wirksame, gerechte Maßnahmen darstellen, von denen -- wenn diese mit Sachverstand implementiert werden - alle Staaten profitieren können. Ist der EU Green Deal ein Schritt in die richtige Richtung?

Prof. Ottmar Edenhofer ist Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist einer der meistzitierten Wissenschaftler der Welt und berät als Experte für Umweltökonomik u.a. die OECD und die Vereinten Nationen.

Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT über Zoom. Ein Live-Chat bietet Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Nach Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de erhalten Sie den Link zu den Livestreams per E-Mail. Weitere Informationen: Tel. 0641/ 9390-5700; E-Mail kvhs.giessen@lkgi.de

F-5110939 Die resiliente Gesellschaft (Livestream)

(Online-Kurs, ab Do., 09.12.2021., 19.30 Uhr )

In diesem Vortrag wird das Konzept der Resilienz als Leitprinzip für unsere Gesellschaft nach COVID vorgestellt. Anstatt uns auf Kostenminimierung und enge Effizienzgewinne zu konzentrieren, sollten wir unser Denken auf eine widerstandsfähige Gesellschaft verlagern, die in der Lage ist, sich von Schocks zu erholen.
Resilienz, bei der es darum geht, Fallen und Wendepunkte zu vermeiden, unterscheidet sich damit vom klassischen Risikomanagement. Im Vortrag wird skizziert, wie sich das Konzept der Resilienz auf die öffentliche Gesundheit und die Makroökonomie anwenden lässt und wie es sich auf Innovation, Verschuldung oder ökonomischer Ungleichheit auswirken kann.

Markus Brunnermeier ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und dort Direktor des Bendheim Center for Finance.

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Der gegenwärtige Aufstieg der Volksrepublik China führt zu einer Neuordnung der globalen Machtverhältnisse. Auch innerhalb des Landes haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung Klassen- und Geschlechterverhältnisse grundlegend verändert. Jedes Jahr verlieren Millionen von Bäuerinnen und Bauern ihr Land, und neue Klassen von freien Lohnarbeiter*innen und von Kapitalist*innen sind entstanden. Streiks, ländliche Unruhen und ethnische Konflikte sind die Folge.
Felix Wemheuer untersucht außerdem Chinas große Transformation im Kontext globaler Trends von Entkolonialisierung, Kaltem Krieg und dem Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus. Rückständigkeit zu überwinden und den Westen wirtschaftlich einzuholen, war und ist ein zentrales Ziel der chinesischen Führung. Es wird der Frage nachgegangen, ob China das Weltsystem grundlegend verändert oder selbst zu einem neuen kapitalistischen Zentrum aufsteigt. Und es wird diskutiert, welchen Charakter die heutige chinesische Gesellschaft hat.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und studierte "Geschichte der KPCh" an der Volksuniversität in Beijing.

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F-5110941 Der Ursprung der Kooperation beim Menschen (Livestream)

(Online-Kurs, ab Mi., 15.12.2021., 19.30 Uhr )

Kooperation ist ein Grundstein menschlichen Verhaltens: Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit sind wesentlich für ein erfolgreiches Miteinander. Doch was ist der Ursprung dieses Verhaltens? Sind wir von Natur aus Egoisten, denen Altruismus erst beigebracht werden muss? Woher stammen Teamgeist und unser Sinn für Gerechtigkeit? Dieser Vortrag zeigt neueste Ergebnisse aus der psychologischen Forschung mit Kindern und gewährt Einblicke in die überraschend frühe Entwicklung von kooperativen Verhaltensweisen bereits im Kleinkindalter. Vergleichende Studien deuten zudem darauf hin, dass auch Schimpansen über einige als bisher einzigartig menschlich angesehene kooperative Fähigkeiten verfügen. Mit konkreten Beispielen aus der neuesten Forschung zeigt dieser Vortrag den Ursprung und die Einflussfaktoren für die Entwicklung kooperativen Verhaltens beim Menschen.

Prof. Felix Warneken, ist Psychologe und Professor an der University of Michigan. Davor war er Professor an der Harvard University und von 2007-2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Michael Tomasello am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

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F-5110942 Malerfürst und barocke Üppigkeit - .... (Livestream)

(Online-Kurs, ab Do., 16.12.2021., 19.30 Uhr )

Ambivalenz - mit diesem Begriff lässt sich wohl am besten die Haltung des Museumspublikums gegenüber Peter Paul Rubens fassen. Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern aller Zeiten, zugleich wirken seine Bildwelten aus heutiger Sicht aus der Zeit gefallen: Die Dynamik, das Schönheitsideal, die Darstellung von Erotik und Gewalt - all das entspricht nicht mehr unbedingt den modernen Sehgewohnheiten und auch nicht dem gegenwärtig herrschenden Schönheitsempfinden. Wohl kaum ein Künstleroeuvre löst so zuverlässig heftige und sich diametral gegenüberstehende Emotionen aus.
Die Rubens-Sammlung in der Alten Pinakothek gehört zu den bedeutendsten weltweit, nur das Kunsthistorische Museum in Wien und der Prado in Madrid verfügen über vergleichbare Bestände. Der zentrale Rubens-Saal mit seinen weltbekannten Meisterwerken, schon seit der Eröffnung des Museums das Herzstück und Kern des Gebäudes, gehört zu den Höhepunkten jedes Besuchs in der Alten Pinakothek. Die monumentalen Formate lösen Überwältigung und Bewunderung, aber nicht immer Begeisterung aus. Warum ist das so?

Dr. Mirjam Neumeister ist Oberkonservatorin und Sammlungsleiterin Flämische Barockmalerei in der Alten Pinakothek.

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Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit dem Frühjahr 2020 fest im Griff. Eine zentrale Maßnahme zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus war von Beginn an die Schließung von Schulen. Studien zeigen, dass sich die Lernzeit der SchülerInnen durch Schulschließungen drastisch verringert, besonders für leistungsschwächere SchülerInnen. Welche kurz- und langfristigen Konsequenzen haben die Schulschließungen für die betroffenen SchülerInnen und das deutsche Bildungssystem insgesamt? Rund um diese Fragen diskutiert der Vortrag die aktuelle Forschung zu den ökonomischen Folgen der Corona-bedingten Schulschließungen.

Dr. Katharina Werner ist promovierte Ökonomin und arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifo Zentrum für Bildungsökonomik in München. Ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Bildungsfinanzierung und Bildungsungleichheit.

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F-5110945 Religion und Nation in den USA (Livestream))

(Online-Kurs, ab Do., 20.01.2022., 19.30 Uhr )

Trotz der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche haben Religionen das Werden der USA von Beginn an mitbestimmt. Weder die Amerikanische Revolution noch der Aufbau der neuen Republik wären ohne die Mitwirkung evangelikaler und liberaler Protestanten denkbar gewesen. Seit den 1850er Jahren kam dann eine politisch zunehmend bedeutsame katholische Minderheit hinzu.
Der Vortrag spürt der historischen Bedeutung der verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften nach und geht zusätzlich auf deren aktuelle Rolle ein.

Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und zählt zu den besten Kennern der USA. Bei C.H. Beck hat er zuletzt "Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation" veröffentlicht.

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F-0223452 Holzwerkstatt

(Lich
Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Werkraum A006, ab Sa., 12.02.2022., 10.00 Uhr )

In der Holzwerkstatt erlernen Sie die selbständige Herstellung eines wählbaren Holzgebrauchsgegenstandes. Sie können entweder eine Werkzeugkiste, ein Tablet mit Griffen, ein Schmuckkästchen oder ein selbstgewähltes Projekt herstellen. Im Kurs arbeiten Sie unter anderem an der Dekupiersäge, Bohrmaschine, Holzraspel und -feile. Mithilfe der Methode des Fingerzinkens werden die einzelnen Holzbestandteile miteinander verbunden. Sie erlernen somit Techniken, die sich auch Zuhause bei eigenen Projekten umsetzen können. Materialkosten sind in die Kursgebühr einberechnet. Dieser Kurs findet in Kooperation mit der Lebenshilfe Gießen statt.
Große und kleine Bilder malen, gestalten, modellieren, Collagen anfertigen - hier kann alles ausprobiert werden und alle können mit professioneller Unterstützung eigenen Ideen umsetzen.

F-0865302 3D Druck: Einführung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

(vhs-Haus Lich, ab Di., 19.04.2022., 9.30 Uhr )

Spielzeuge und kleine Gadgets mal selbst erstellen.
Es ist faszinierend, mit dem 3D Drucker zu arbeiten und eigene Objekte am Rechner zu gestalten und sie dann auszudrucken. In diesem Kurs lernt Ihr unterschiedliche Programme kennen, mit denen Ihr 3D-Objekte gestalten könnt. Gelernt, ausprobiert und gearbeitet wird mit einer kostenlosen Einsteiger-3D-CAD-Programm und einer Profi-Software für die digitale Modellierung. Anfangen werden wir zusammen mit dem Nachbauen von vorgegebener Objekten, wie einem kugelförmigen Schlüsselanhänger. Es können im Laufe des Kurses Dinge zunehmend individuell gestaltet werden. Ziel ist es, eigene Ideen vom kleinen Auto bis zu einer personalisierten Handyhülle im Kurs selbständig zu realisieren.
Teilnahmevoraussetzungen: Gute Windowskenntnisse.

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